Rhein Chemie

Rhenowave: Repräsentative Inline Qualitätskontrolle für die Produktion von schwarzen Kautschukmischungen

Rhenowave: Repräsentative Inline Qualitätskontrolle für die Produktion von schwarzen Kautschukmischungen

Monday, 10. February 2014 Rhenowave: Repräsentative Inline Qualitätskontrolle für die Produktion von schwarzen Kautschukmischungen
Mit Rhenowave stellt Rhein Chemie ein in der Kautschukverarbeitung neues Konzept zur Kontrolle der Qualität von Kautschukmischungen vor. Die Mischungen werden während einer Extrusion (zum Beispiel beim Strainern oder zur Formgebung) mit Hilfe von Ultraschallwellen im Puls-Transmissionsverfahren analysiert.

• Bestimmung des Füllstoffanteils sowie der Dispersion (> 10 µm) und der Verteilung während der Extrusion
• Bestimmung der Verteilung von Rhenogran AP (Additive Packages)

Nanoskalige Füllstoffe wie Ruß und Kieselsäure besitzen ein besonders hohes Dämpfungsvermögen für Schallwellen im Bereich von 1 MHz bis 20 MHz. Dadurch kann der Füllstoffanteil mit einer Genauigkeit von bis zu 1 phr ermittelt werden. Im Unterschied zu vielen anderen Analyseverfahren, die elektromagnetische Wellen verwenden, stört der Ruß hier nicht. Es können daher auch schwarze Mischungen volumetrisch untersucht werden. Aufgrund der Streuung des Schalls lassen sich zudem große Inhomogenitäten wie beispielsweise nicht dispergierte Füllstoffagglomerate, ermitteln (> 10 µm).

Unter Verwendung eines Markers mit hoher Dichte, z.B. Zinkoxid, kann zudem die Verteilung von Rhenogran AP kontrolliert werden. Rhenogran AP sind kundenspezifische Additiv-Pakete aus Kautschukadditiven, polymergebunden, staubfrei und leicht dispergierbar. Ob allein oder in Kombination mit Rhenogran AP mit Marker – Rhenowave ist schnell. Nach Austritt der Mischung aus dem Extruder wird in wenigen Sekunden eine Bewertung der Mischungsqualität durchgeführt (Inline-Kontrolle). Bei Verwendung der Array-Technik kann bis zu 100 Prozent der Mischung analysiert werden. Kleine Bereiche ungenügender Mischungsqualität werden sofort und nicht erst im Produkt erkannt. Die Methode ist repräsentativ. Aufgrund spezieller Ultraschall-Sensoren lassen sich Sensorabstände, abhängig vom Compound und der Mischungstemperatur T > 100 °C von 5 mm bis max. 30 mm realisieren. Das bedeutet, dass sich Rhenowave im Produktionsmaßstab von 1.000 kg/h verwenden lässt. Rhenowave ist absolut zerstörungsfrei.

Aufgrund des steigenden Wettbewerbsdrucks in der Kautschuk verarbeitenden Industrie werden Produktionsprozesse immer weiter hinsichtlich einer höheren Produktivität beschleunigt. „Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Qualität der Kautschukmischungen“, sagt Dr. Andreas Schröder, Innovation und Produktentwicklung, Rhein Chemie Rheinau GmbH, und fügt hinzu „Um auch unter diesen Rahmenbedingungen niedrige Ausschussraten zu gewährleisten, muss der Anteil, die Dispersion und die Verteilung der Füllstoffe sowie der Vernetzungschemikalien schnell und repräsentativ bewertet werden.“

Heute werden Kautschukmischungen zumeist mittels Mooney-Viskosität, Ver-netzungs- und Zug-Dehnungskurven charakterisiert. Die Prüfungen sind zer-störend, so dass nur ein sehr geringer Anteil der Kautschukmischung < 0,1 % kontrolliert wird. Die stichprobenartige Kontrolle ist daher nicht repräsentativ sondern zufällig. Bereiche mit ungenügender Mischungsqualität werden daher häufig nicht erkannt. Zudem erfolgt die Qualitätskontrolle offline, Minuten, Stunden oder gar Tage nach der Mischungsherstellung. Dadurch werden Fehler im Mischprozess erst spät erkannt, geschweige denn behoben, so dass im schlimmsten Fall weiterhin Ausschuss produziert wird.

Über Rhein Chemie

Rhein Chemie entwickelt, produziert und vertreibt Additive, Spezialchemikalien und Serviceprodukte für die Kautschuk-, Schmierstoff- und Kunststoffindustrie. Rhein Chemie erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 344 Millionen Euro und beschäftigt weltweit rund 1.100 Mitarbeiter, davon rund 500 an ihrem Hauptsitz in Mannheim. Das Unternehmen verfügt über Produktionsstätten in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika. Rhein Chemie ist eine 100-prozentige Tochter des Spezialchemie-Konzerns LANXESS, Leverkusen, Deutschland

Mannheim, 10. February 2014
bit (2014-02-802DE)

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen einschließlich Annahmen, Erwartungen und Meinungen der Gesellschaft sowie der Wiedergabe von Annahmen und Meinungen Dritter. Verschiedene bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die Ergebnisse, die finanzielle Lage oder die wirtschaftliche Entwicklung von LANXESS AG erheblich von den hier ausdrücklich oder indirekt dargestellten Erwartungen abweicht. Die LANXESS AG übernimmt keine Gewähr dafür, dass die Annahmen, die diesen zukunftsgerichteten Aussagen zugrunde liegen, zutreffend sind und übernimmt keinerlei Verantwortung für die zukünftige Richtigkeit der in dieser Erklärung getroffenen Aussagen oder den tatsächlichen Eintritt der hier dargestellten zukünftigen Entwicklungen. Die LANXESS AG übernimmt keine Gewähr (weder direkt noch indirekt) für die hier genannten Informationen, Schätzungen, Zielerwartungen und Meinungen, und auf diese darf nicht vertraut werden. Die LANXESS AG übernimmt keine Verantwortung für etwaige Fehler, fehlende oder unrichtige Aussagen in dieser Mitteilung. Dementsprechend übernimmt auch kein Vertreter der LANXESS AG oder eines Konzernunternehmens oder eines ihrer jeweiligen Organe irgendeine Verantwortung, die aus der Verwendung dieses Dokuments direkt oder indirekt folgen könnte.