Rhein Chemie

Neue Ära in der Prozesskontrolle

Neue Ära in der Prozesskontrolle

Tuesday, 28. June 2016 Einführung von Rhenowave an zwei LANXESS-Produktionsstandorten

• Hohe Qualität und Wirtschaftlichkeit
• Inline-Prozesskontrolle für die Extrusion von Gummi-Mischungen
• Kombination mit integriertem kontinuierlichen Mischen
• Marktreife voraussichtlich im Lauf des Jahres 2017

Köln – Der Geschäftsbereich Rhein Chemie Additives (ADD) des Kölner Spezialchemie-Konzerns LANXESS präsentiert auf der K 2016 den Einsatz der Inline-Prozesskontrolle Rhenowave in der Praxis. Die Einführung in ein industrielles Umfeld wurde von ADD an zwei LANXESS-Standorten für die Bladder-Produktion bereits konzernintern erfolgreich umgesetzt. Zudem prüfen derzeit verschiedene Hersteller einen möglichen Einsatz von Rhenowave.

Rhenowave wurde für Hersteller von Reifen, Profilen, technischen Gummiwaren sowie von Gummi-Mischungen entwickelt, damit sie unter anderem die Dispersionsgüte ihrer Kautschukmischungen während der Extrusion zuverlässig überwachen können.

„Mit Rhenowave ermöglichen wir Kautschukverarbeitern, ein ganz neues Qualitätsniveau im Extrusionsprozess zu erreichen“, sagt Philipp Junge, Leiter der Business Line Rubber Additives Business im LANXESS-Geschäftsbereich ADD. „Die Analytikdaten werden kontinuierlich inline, also während der Produktion, erfasst und liefern eine Qualitätsaussage für die gesamte Produktionsmenge, nicht nur für einige Teststücke. Das macht die Faszination an Rhenowave aus und erhöht die Wirtschaftlichkeit“, erläutert Junge.

Rhenowave wird am Kopf des vorhandenen Extruders installiert. Die Messung erfolgt volumetrisch, zerstörungsfrei und repräsentativ. Das gleicht Schwächen des herkömmlichen Testverfahrens aus, bei dem eine Probe entnommen und später im Labor analysiert wird. Mit Rhenowave wird eine Bewertung der Mischungsqualität in weniger als einer Sekunde nach Austritt der Mischung aus dem Extruder durchgeführt (Inline-Kontrolle). Bis zu 100 Prozent der Mischung können so analysiert werden. Bereiche ungenügender Mischungsqualität können zeitnah und nicht erst im fertigen Produkt erkannt werden. Dies ermöglicht eventuell notwendige Korrekturen des Prozesses ohne größere Zeitverzögerung. „Das sichert eine hohe Qualität, minimiert Ausschussraten und senkt die Produktionskosten. Es ist unser Ziel, die herzustellenden Rhenowave-Apparaturen maßgeschneidert an Kundenwünsche anzupassen“, sagt Junge.

Noch einen Schritt weiter geht LANXESS bei der Kombination von Rhenowave, Rhenogran AP und einem Mischaggregat, das das integrierte kontinuierliche Mischen (iCOM) ermöglicht. Rhenogran AP enthält hierbei polymergebundene Kautschukchemikalien mit einem Marker, so dass die Dispersionsgüte sowohl von Füllstoffen als auch von Vernetzungschemikalien bestimmt werden kann. Diesen Prozess hat LANXESS bereits in seinen eigenen Anlagen zur Produktion von Bladder-Compounds in Porto Feliz, Brasilien und Little Rock (AR), USA erfolgreich installiert. Damit kann eine homogene Gummimischung aus verschiedenen Masterbatchen in nur einem Schritt compoundiert, extrudiert und analysiert werden. Diese Lösung ist zum Beispiel von Vorteil, wenn an verschiedenen Standorten produziert werden soll, die Mischungsbestandteile jedoch von außerhalb angeliefert werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Know-how der Rezeptur der Gummimischung kann an einem von der Produktion unabhängigen Ort verbleiben. Die lokalen Produzenten können qualitativ hochwertige Produkte dort herstellen, wo sie gebraucht werden. „Wir haben großes Vertrauen in die Zuverlässigkeit dieser neuen Technologie und möchten damit zukünftig die Qualität unserer eigenen Compounds sicherstellen und gleichzeitig noch wirtschaftlicher produzieren“, so Junge.

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2015 einen Umsatz von 7,9 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 16.600 Mitarbeiter in 29 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist derzeit an 52 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von chemischen Zwischenprodukten und Spezialchemikalien und Kunststoffen. Mit ARLANXEO, einem Gemeinschaftsunternehmen mit Saudi Aramco, ist LANXESS zudem führender Anbieter für synthetischen Kautschuk. LANXESS ist Mitglied in den führenden Nachhaltigkeitsindizes Dow Jones Sustainability Index (DJSI World) und FTSE4Good.

Köln, 28. June 2016
bit (2016-00053)

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Rhein Chemie Rheinau GmbH beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance unserer Alleingesellschafterin LANXESS Deutschland GmbH wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die in Berichten der LANXESS AG an die Frankfurter Wertpapierbörse beschrieben sind. Weder die LANXESS AG noch die Rhein Chemie Rheinau GmbH übernehmen die Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.